Einführung von SAP LES bei CLAAS

Anbindung einer Steuerungslogik bei dezentraler Produktionsversorgung

Weltmarktführer für Landmaschinen führt SAP LES für die Produktionsversorgung ein

Über Claas

Die CLAAS KGaA mbH mit Hauptsitz im ostwestfälischen Harsewinkel ist bei der Herstellung von selbstfahrenden Feldhäckslern Weltmarktführer und auch bei der Produktgruppe Mähdreschern marktführend. Spitzenplätze belegt Claas auch mit Traktoren sowie  mit landwirtschaftlichen Pressen und Grünland-Erntemaschinen. Zur Produktpalette gehört ebenfalls modernste landwirtschaftliche Informationstechnologie.

CLAAS beschäftigt über 11.400 Mitarbeiter weltweit und erzielte im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro.

Branche: Maschinenbau

Ausgangssituation

Im Zuge der Optimierung der Logistikprozesse stand Claas vor der Frage, welches Lagerverwaltungssystem das richtige ist. Ein wesentlicher Fokus lag auf den Themen Kundenorientierung und Kundenservice, was vor allem auch Anforderungen an Flexibilität in der Logistik mit sich brachte.

Vor diesem Hintergrund fiel im Jahr 2006 die Entscheidung auf das Lagerverwaltungssystem SAP LES.

Die Top 2 Herausforderungen

  • Integration einer Steuerungslogik bei dezentraler Produktionsversorgung
  • Direkte Anbindung des Hochregallagers


Eingesetzte Lösungen und Services

  • SAP LES
  • Mobile Datenerfassung


Highlights der Implementierung

  • Maßgeschneiderte Anbindung des automatischen Hochregallagers
  • Integration eines Staplerleitsystems
  • Umstrukturierung und Optimierung des Wareneingangsprozesses


Hauptnutzen für Claas

  • Erhebliche Einsparungen in der Versorgungslogistik
  • Kürzere Bereitstellungszeiten
  • Optimierte Nutzung der Stapler

Beschreibung der Projekt-Highlights

Produktionsversorgung im dezentralen Umfeld

Eine große Herausforderung bei der Implementierung des gesamten SAP-Systems war die Anbindung der Produktionsversorgung an ein dezentrales LES sowie die Integration des Materialflusses in die komplexe Werksstruktur.

Die vielschichtige Versorgung der Produktionslinien erforderte eine termin- und zielgerechte Bereitstellung der Ware aus dem Lager, von der kleinsten Schraube über Achsen bis hin zum Tank. Die langen Wege der Ware vom Lager bis zum Band wurden mit SAP WM-Mitteln mehrstufig definiert, mit RF online begleitet und die Transporte mittels Staplerleitsystem ausgeführt.

Effizienter Wareneingang dank Umstrukturierung

Im Zuge der Implementierung des Hochregallagers wurde der gesamte Wareneingangsprozess überarbeitet und auf Anlieferung umgestellt. Erst dies ermöglichte die Nutzung von Lieferankündigungen als Avis.

Durch Strukturierung der Wareneingangszone  konnte die Identifizierung der angelieferten Ware und die Vorbereitung der Einlagerung erheblich vereinfacht und beschleunigt werden.

Die wesentlichen Wareneingangsaktivitäten werden lückenlos und zeitnah mit RF begleitet:

  • Dekonsolidierung
  • Behälterbezogene Vorbereitung der Einlagerung
  • Entnahme der Prüfmengen für QM

Anbindung an ein automatisches Hochregallager

Als weitere Herausforderung stellte sich die Anbindung des neuen automatischen Hochregallagers heraus. Dieses ist sowohl für die Auslagerung ganzer Lagereinheiten als auch für die Kleinmengenkommissionierung gemäß „Ware-zu-Mann“ Prinzip ausgelegt.

Sowohl die Optimierung der Ein- und Auslagerungsprozesse als auch die Steuerung der Bewegungen im Hochregallager erfolgt vollständig im SAP LES System. Dazu gehören:

  • Gleichauslastung der RBG
  • Materialgleichverteilung über alle Gassen
  • Sinnvolle Taktung der Ganzauslagerungen
  • Bedarfsorientierte und zugriffsoptimierte Einlastung der Kommissioniervorgänge

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