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Pressemitteilung

SAP MFS oder externer Materialflussrechner: LogiPlus zieht Bilanz nach Web-Seminar

Die SAP-Intralogistikexperten zeigen, warum SAP MFS in den meisten Fällen die bessere Wahl ist und wann externe Materialflussrechner sinnvoll bleiben.

SAP MFS oder externer Materialflussrechner: LogiPlus vergleicht Architekturen für automatisierte Lager

Ludwigshafen, 19. Oktober 2026 – Welche Materialflussarchitektur ist die richtige für automatisierte Lager? Dieser Frage widmete sich das Web-Seminar „SAP MFS oder externer Materialflussrechner? Die richtige Architektur für automatisierte Lager“ von LogiPlus Consulting am 29. September 2026. Thilo Matheis, CEO von LogiPlus, erläuterte die Unterschiede zwischen der in SAP EWM integrierten Materialflusssteuerung SAP MFS, externen Materialflussrechnern (MFR) und kombinierten Ansätzen. Zentrale Erkenntnis: In den meisten Automatisierungsszenarien mit SAP EWM bietet SAP MFS deutliche Vorteile hinsichtlich Integration, Flexibilität und Betrieb. Entscheidend bleiben jedoch die vorhandene Systemlandschaft und die logistischen Anforderungen.

SAP MFS reduziert Schnittstellen und Komplexität

Die Materialflusssteuerung verbindet die Lagerverwaltung mit der Automatisierungstechnik. Sie übernimmt unter anderem das Routing auf der Anlage, die Kommunikation mit speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) sowie die Behandlung von Störungen und Ausnahmen.

Während externe Materialflussrechner eine zusätzliche Systemebene zwischen SAP EWM und Anlagensteuerung bilden, ist SAP MFS direkt in SAP EWM integriert. Lager- und Materialflussprozesse greifen damit auf dieselbe Datenbasis zu. Zusätzliche Schnittstellen, doppelte Stammdatenhaltung und aufwendige Synchronisationsprozesse entfallen.

„Wir haben prinzipiell die Logik entweder in einem System oder eben über zwei Ebenen verteilt. Das ist im Wesentlichen der große Unterschied, was die Architektur angeht“, erläuterte Matheis.

Ein wesentlicher Vorteil liegt in der operativen Flexibilität: Prioritäten, Ressourcen und Lageraufträge lassen sich direkt in SAP EWM steuern und bei Bedarf kurzfristig anpassen. Hinzu kommen einheitliches Monitoring, geringere Herstellerabhängigkeit und weniger Aufwand bei Wartung und Betrieb.

SAP MFS als bevorzugte Lösung – Ausnahmen bewusst prüfen

Anhand konkreter Automatisierungsszenarien zeigte Matheis, dass SAP MFS insbesondere bei Fördertechnik, Hochregallagern, automatischen Kleinteilelagern und Shuttle-Systemen mit offenen SPS-Schnittstellen eine leistungsfähige Lösung darstellt.

Externe Steuerungssysteme können dagegen bei bestehenden Anlagen oder geschlossenen Herstellersystemen weiterhin sinnvoll sein. Dazu zählen beispielsweise bestimmte Robotiklösungen oder AutoStore-Systeme, bei denen herstellerspezifische Controller zum Einsatz kommen. Auch eine schrittweise Modernisierung bestehender Anlagen kann den parallelen Einsatz unterschiedlicher Steuerungssysteme erfordern.

Die Architekturentscheidung sollte deshalb frühzeitig und unter Berücksichtigung von Schnittstellen, Verantwortlichkeiten und dem langfristigen Betriebsmodell getroffen werden. Neben technischen Anforderungen spielen insbesondere Wartbarkeit, Releasefähigkeit und Betriebskosten über den gesamten Anlagenlebenszyklus eine wichtige Rolle.

Live-Umfrage zeigt großes Interesse an der Architekturfrage

Wie relevant das Thema für Unternehmen ist, verdeutlichten zwei Live-Umfragen während des Web-Seminars. Rund 22 Prozent der Befragten prüfen SAP MFS bereits konkret als Alternative zu einem externen Materialflussrechner. Jeweils gut 17 Prozent planen ein neues Automatisierungsprojekt oder die Modernisierung bestehender Anlagen. Weitere 8 Prozent beschäftigen sich mit der Ablösung einer vorhandenen Materialflusssteuerung.

Beim zeitlichen Horizont planen rund 44 Prozent der Befragten mit einem konkreten Projektstart innerhalb der nächsten zwei Jahre. Gleichzeitig befinden sich viele Unternehmen noch in einer frühen Informations- und Orientierungsphase. Die Ergebnisse unterstreichen, dass die Wahl der passenden Materialflussarchitektur sowohl für aktuelle Projekte als auch für die langfristige Automatisierungsstrategie von Bedeutung ist.

Logistics First: Die Logistik bestimmt die Architektur

Das Fazit des Web-Seminars: SAP MFS ist für viele SAP-EWM-geführte Automatisierungsvorhaben die naheliegende und wirtschaftlich sinnvolle Lösung. Dennoch gibt es keine Architektur, die für jede Anlage gleichermaßen geeignet ist. Entscheidend sind die logistischen Prozesse, die eingesetzte Automatisierungstechnik und die Anforderungen an den späteren Betrieb.

Damit folgt LogiPlus seinem Beratungsansatz „Logistics First“: Nicht die Technologie bestimmt die Logistik, sondern die logistischen Anforderungen geben die passende Systemarchitektur vor.
Unternehmen, die ihre bestehende oder geplante Materialflussarchitektur bewerten möchten, können ihre Anforderungen in einer Online-Session mit den SAP-EWM- und Intralogistikexperten von LogiPlus besprechen und geeignete Lösungsansätze diskutieren.

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