SPAR Gruppe Schweiz

Fleisch-Kommissionierung per Stimme: Pick-by-Voice Prozesse in SAP LES

Effizienzsteigerung bei der Fleisch-Eigenmarke "SPAR meat & more" durch beleglose Kommissionierung

Pick-by-Voice Abläufe in SAP LES:
SPAR Schweiz optimiert Kommissionierung der Fleisch-Eigenmarke SPAR meat & more

Über SPAR Schweiz

Die SPAR Gruppe ist ein Schweizer Einzelhandelsunternehmen mit Sitz in Sankt Gallen. Zur SPAR Gruppe gehören rund 200 SPAR Nachbarschaftsmärkte, SPAR mini und SPAR express Convenience Märkte sowie TopCC Cash & Carry Abholmärkte. Der Großteil der Märkte wird von selbständigen Einzelhändlern im Franchising-System geführt.

Die SPAR Gruppe beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiter (Stand Mai 2020). SPAR setzt auf Lebensmittel-Supermärkte in der Nachbarschaft, eine große Auswahl an Frischprodukten und eine große Sortimentsvielfalt inkl. lokaler und biologischer Produkte. Seit April 2016 ist die SPAR Gruppe ein Tochterunternehmen der südafrikanischen The SPAR Group Ltd., die in 2019 einen Gesamtumsatz von CHF 7,4 Mrd. erwirtschaftete.

Branche: Einzelhandel

"Mit dem Projekt meat & more haben wir uns die notwendige Flexibilität gegenüber Lieferanten, Produkten und neuen Ideen geschaffen. Dies wird durch neue Logistikprozesse mit IT nun voll unterstützt."

Wolfgang Mähr, Leiter Informatik und Mitglied der Geschäftsleitung, SPAR Management AG

Ausgangssituation

Die SPAR Handels AG (nachfolgend SPAR Schweiz) hat im Juli 2019 in allen SPAR Märkten in der Schweiz die neue Eigenmarke SPAR meat & more für Fleisch, Wurstwaren, Charcuterieartikel, Marinaden und Beilagen gelauncht. Damit soll der Fokus u.a. auf Tierschutz und Nachhaltigkeit gelegt werden.

Bislang erfolgte beim zentralen Lieferanten eine marktgerechte Vorkommissionierung der bestellten Fleischwaren in Boxen. Ein Umpacken im Distributionszentrum in St. Gallen fand nicht mehr statt.

Dies führte zu Inkonsistenzen, z.B. in Bezug auf gelieferte Ware oder Menge. Man entschied sich, zukünftig die Kommissionierung direkt im Distributionszentrum vorzunehmen und nicht mehr beim Lieferanten.

Über das Projekt

Das Projekt gliederte sich in 2 Phasen:


Eingesetzte Lösungen und Services


Highlights der Implementierung


Hauptnutzen für
SPAR Schweiz

Beschreibung Phase 1:
Neuimplementierung der Fleisch-Kommissionierprozesse
in bestehendes SAP LES mit Pick-by-Voice Abwicklung

Ausgangslage

Bislang erfolgte die Vorkommissionierung der Bestellungen beim zentralen Lieferanten, nicht im Distributionszentrum in St. Gallen. Der Bestellprozess sah wie folgt aus:
1. Die Märkte senden ihre Fleischwaren-Bestellungen an SPAR Schweiz.
2. SPAR Schweiz sendet eine Sammelbestellung mit artikelbezogenen SLS-Unterpositionen an einen zentralen Lieferanten via EDI.
3. Die bestellten Fleischwaren werden durch den zentralen Lieferanten marktgerecht in Boxen vorkommissioniert.
4. Die vorkommissionierte Ware wird an das Distributionszentrum der SPAR Schweiz geliefert und am Cross-Docking-Lagerort (Kühllager) geparkt.
5. Auslieferung an die bestellenden SPAR Märkte ohne Umpacken

Die Vorkommissionierung durch den Lieferanten führte zu Inkonsistenzen, z.B. in Bezug auf gelieferte Ware oder Menge. Deshalb entschied man sich, die Kommissionierung künftig direkt im Distributionszentrum in St. Gallen vorzunehmen und nicht mehr über die Lieferanten.

Implementierung

Der zukünftige Prozess zur Bestellung und Lieferung von Fleischwaren bei SPAR Schweiz sah einen Wareneingangsprozess und einen Warenausgangsprozess vor. Hierzu wurde ein sogenannter Cross-Docking-Prozess in einer neuen Lagernummer implementiert. Die Ware wird in einem Cross-Docking-Lagertyp marktgerecht eingelagert und zu einem späteren Zeitpunkt für die Beladung der Markt-Touren bereitgestellt, also ausgelagert.

Herausforderungen

Beschreibung Phase 2:
Optimierungspaket - Herausforderungen & Maßnahmen

Märkte bestellen mehrmals für den gleichen Tag

Umstellung auf LE-Verwaltung im Cross-Docking Lagertyp, um Bestände je Auslieferung und Markt trennen zu können. So ist eine bestandsgenaue Bereitstellung jeder Auslieferung möglich. Hierzu wurde auch eine eigene Auslagerstrategie verwendet.

Priorisierung bestimmter SPAR Märkte

Der Start des Einlagerungsprozesses (Z-Monitor) wird vorweg durch die Erstellung der Einlagerungs-Transportaufträge initiiert. Die Abarbeitung erfolgt dann systemgeführt über Pick-by-Voice.

Rundungsproblematik analog SAP Catch Weight-Funktionalität gelöst

Fortschreibung der umgerechneten Lieferungsmenge bei Gewichtsartikeln.

Performance-Optimierung bei Cross-Docking Lieferungen

Die Auslieferungsfortschreibung wurde von der WM-Transportauftragsfortschreibung der Lieferung entkoppelt. Die Fortschreibung der Kommissionierung erfolgt nun asynchron.

Überbelieferung von Waren

Aufteilung der überbelieferten Menge auf die einzelnen SPAR Märkte nach einem bestimmten Schlüssel

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